Tradition verpflichtet

Seit 140 Jahren leistet die Stiftung Marienstift Hilfe und Unterstützung für alte Menschen – eine gute Tradition, der wir uns bis heute verpflichtet fühlen.
1878 gründete Mathilde Jörres die Stiftung Marienstift. Sie war die Inhaberin einer Kunststickerei in München, König Ludwig II. gehörte zu ihren Kunden. Mit ihren kostbaren Stickereien sind unter anderem das Schloss Neuschwanstein und Schloss Linderhof ausgestaltet.
Frau Jörres hat durch ihre Stiftung ermöglicht, ein ehemaliges Hotel in der Nähe des Karlsplatzes (Stachus) zu erwerben, um darauf ein Damenstift zu errichten. Durch eine Zustiftung von Anna Barbara Merz konnte 14 Jahre später ein Altenheim an der Marktstraße in Bad Tölz eröffnet werden.
Im 2. Weltkrieg wurde das Haus in München vollständig ausgebombt, die Stiftung blieb jedoch bestehen. An einen Wiederaufbau an der bisherigen Stelle war mangels der erforderlichen Mittel nicht zu denken. Außerdem – so kann man in den alten Unterlagen lesen – erschien der Platz wegen des Verkehrslärms und der Verkehrsgefahr schon damals für ein Altenheim nicht mehr geeignet.
Der Stiftungsrat entschied, das Grundstück zu verkaufen. Aus dem Erlös wurde ein Gelände im Stadtteil Gern erworben und darauf das heutige Haus gebaut. Die ersten Bewohnerinnen – genannt "Stiftsdamen" – zogen im Februar 1956 ein. Seither wurde das Haus in mehreren Abschnitten erweitert und modernisiert, zuletzt im Jahr 2001 durch eine Aufstockung mit einem modernen Bereich für betreutes Wohnen. Heute beherbergt das Haus ca. 65 Personen im Wohnbereich und ca. 100 Personen im Pflegebereich.

         
Mathilde Jörres, Stifterin
geb. 1833, verst. 27.05.1912
         
Anna Barbara Merz, geb. Sepp, Zustifterin
Geb. 29.11.1821, verst. 13.01.1919

 

   

 

 

Zusätzliche Informationen